Westdeutsche Jugendmeisterschaften in Mülheim am 03./04.11.18

Luca Graupner und Jonas Risse

Es erforderte einige Geduld, bis Luca Graupner, jugendliche Badmintonspielerin vom BC Phönix Hövelhof, sich am Sonntagabend bei der Siegerehrung der Westdeutschen Jugendmeisterschaften in Mülheim an der Ruhr endlich die am Vortag erkämpften Bronzemedaillen umhängen lassen durfte. Sowohl im Gemischten Doppel an der Seite ihres Vereinskollegen Jonas Risse, als auch im Einzel hatte die 17-jährige Schülerin mit dem Erreichen der Vorschlussrunde in beiden Disziplinen ihre bis dato größten Erfolge erzielt und sich unter den Top-Spielerinnen Nordrhein-Westfalens der Altersklasse U19 festgesetzt. Zusätzliche Belohnung für das Hövelhofer Duo ist die Nominierung für die Deutschen Jugendmeisterschaften, die im November in Maintal (Hessen) ausgetragen werden. Ebenfalls nominiert für die Deutschen Titelkämpfe der AK U13 wurde Lina Sigge (BC Phönix Hövelhof). Sie überzeugte die Badminton- Landestrainer mit guten Leistungen in der Einzelkonkurrenz, in der sie das Viertelfinale erreichte und dort nur knapp der späteren Siegerin unterlag. Auch im Mixed spielte sich Lina mit Mannschaftskollege Noah Akmann ins Viertelfinale und musste auch in dieser Konkurrenz die Überlegenheit des späteren Siegerteams anerkennen. Das dritte Highlight aus Hövelhofer Sicht setzte der 10-jährige Joshua Thottungal mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Jungeneinzel U11. Allerdings waren Spieler und Trainer Martin Brameyer mit diesem Ergebnis nicht restlos zufrieden, denn Joshua startete mit Setzplatz 1 in das Turnier und konnte insbesondere im Halbfinale nicht sein gesamtes Spielpotenzial abrufen. Er unterlag knapp mit 17-21 und 20-22. Im Viertelfinale hatte er sich gegen Justus Goos vom SC Victoria Neuenbeken durchgesetzt, der bei seinen ersten Westdeutschen Titelkämpfen gleich das Viertelfinale erreichen konnte. Stefan Bachmann vom SC BW Ostenland beendete das U11-Einzelturnier auf Platz 9. Bei den Mädchen U11 wusste Anna Nischk (BC Phönix Hövelhof) zu überzeugen und zog mit einem deutlichen Zweisatzsieg ins Viertelfinale ein.

Auch in der Altersklasse U13 hatten sich mehrere Badmintontalente aus den lokalen Vereinen für die Westdeutschen Meisterschaften qualifiziert. In drei Disziplinen startete neben Lina Sigge auch die Hövelhofer Mannschaftskollegen Noah Akmann und Tarik Çolak. Beide konnten im Einzel und gemeinsam im Doppel jeweils ein Spiel gewinnen. Für Isabella Thottungal (Hövelhof)/Annabelle von Glasenapp (Neuenbeken) sowie das Mädchendoppel Lina Meierfrankenfeld/Aliena Apelt von der TuRa Elsen war bereits die Teilnahme und der Auftritt in der beeindruckenden innogy-Sporthalle Mülheim ein besonderes Erlebnis.

In der Altersklasse U15 schieden alle Akteure aus dem Kreis Paderborn mit Erstrundenniederlagen früh aus dem Turnier aus: Thomas Gamm und Silas Fortmeier (beide Hövelhof) im Einzel, Bastian Bee und Jan Berens (Hövelhof) im Jungen-Doppel, Tim Luka Hansel (SC BW Ostenland) und Malin Risse (Lippstadt) im Mixed sowie Malin Risse/Lina Sigge und Hanne Hecker (Elsen)/Joy Mattenklodt (SC GW Paderborn) im Mädchendoppel.

Nach einem Erstrundensieg im Einzel der AK U17 konnten sich Marcel Mickenbecker (Hövelhof) über den 9. Platz in der Endabrechnung freuen. Gleiches gelang Julia Hupe (Ostenland) im Dameneinzel U19, während sich Robin Praschan (Hövelhof) bei den Herren U19 in Runde 1 knapp in drei Sätzen geschlagen geben musste. Im Doppel mit Jonas Risse gelang der Einzug ins Viertelfinale, in der das Hövelhofer Team den späteren Siegern einen harten Kampf lieferte. In derselben Konkurrenz verkauften sich Kevin Kraatz (TuRa Elsen) und Sven Pfennings (TuS Bad Driburg) etwas unter Wert bei ihrer deutlichen Auftaktniederlage. Auch Robin Praschan und Lara Göke (beide Hövelhof) waren im Mixed ohne realistische Siegchance. Als letzte schieden Luca Graupner und Eileen Bredenbals (Hövelhof) aus dem Turnier aus. Im Damendoppel U19 mühten sie sich durch die erste Runde und unterlagen dann nach mäßigem Spiel im Viertelfinale. Und dann begann das lange Warten auf die Siegerehrung, doch die beiden Bronzemedaillen waren es sicherlich wert.